Lean Six Sigma 2016 – Das Geheimnis der funktionierenden Null-Fehler-Qualität

Während viele Websites meist nur oberflächlich über Seminare zu Lean Six Sigma berichten, möchte sich dieser Artikel an weiterbildungswillige Geschäftsleute richten, dessen Fokus auf dem traditionellen Verbesserungsmanagement liegt und die sich einen näheren Einblick zu Lean Six Sigma verschaffen wollen.

Worauf basieren Sigma- Theorien?

Einfach zusammengefasst, beschränkt sich das Six-Sigma-Konzept auf die schon häufig gelobte Gürtelhierachie: Involvierte Manager werden anhand dieser nach Kenntnisstand und Erfahrung bewertet und erhalten für jede Stufe einen spezifischen Belt.

Auf der untersten Stufe ist der Yellow Belt angesiedelt, welcher lediglich projektbezogen aushilft. Die zweite Stufe stellt der Green Belt dar, dessen Kompetenzbereiche wesentlich breiter gefächert sind. In seine Kategorie fallen z.B. Ingenieure oder Einkäufer. Green Belts selbst können, bei regelmäßiger Berichterstattung, auch eigene Teilprojekte betreuen. Darüber gibt es nur noch den Black Belt sowie den Sigma-Champion, zu denen die oberen Manager und Sponsoren zählen.

Seminar Lean Six Sigma
In Seminaren können verschiedene Lean Six Sigma Qualifizierungen erreicht werden.

Seminar der Staufen-Gruppe: Lean vor Six Sigma

Doch wie wird man überhaupt zum Yellow, Green oder Black Belt? Was zeichnet ein gutes Training aus? Und vor allem: Rechnet sich der Ertrag im Nachhinein auch wirklich? Drei im Kern grundverschiedene Fragen, wie die folgende Beantwortung aller zeigen soll.

1.) Wie erreicht man die spezifischen Belts?

Im Bezug auf unser Beispielseminar der Staufen-Gruppe ist dies eine sehr interessante Frage. Den Mittelpunkt bildet in diesem Zusammenhang nämlich nicht die Pyramidenhierachie samt Gürtelprinzip, sondern die Einführung in die Bausteine eines jeden Sigma-Prozesses. Diese sind unter dem Kürzel ,,DMAIC” bekannt. Das D signalisiert dabei eine Definition von Kundenzufriedenheit hinsichtlich eines bestimmten Prozesses, während das M für konkrete Messungen und Datensammlungen, das A für die letztliche Analyse, das I für das englische Improve, also Lösungen und das C für die Kontrolle über den neu optimierten Prozess steht. Erst wenn man alle Grundlagen und Methoden richtig erfasst hat, können beltbezogene Schulungen durchgeführt werden.

2.) Was zeichnet ein gutes Seminar aus?

Da ich als einfacher Autor nicht einfach wahllos Bewertungen abgeben kann, erscheint es mir sinnvoll, ein paar Programmpunkte aufzuzählen auf die ich bei meinen Recherchen gestoßen bin und die mir von vielen Experten (darunter auch Mitarbeiter von Signavio, iGrafx und Minitab) bestätigt wurden:

  • Vorhandensein eines Seminarpools zu den verschiedenen Belts (Sichtbarmachung der Methodik und keine Vermischung!)
  • Verwendung praktischer Beispiele (z.B. Toyota-Produktionskette)
  • Integrierte Softwareschulungen (z.B iGrafx Flow Charter Tool)
  • Aufstellung eines fiktiven Kostenplans (Was bringt mir welche Maßnahme?)

3.) Ab wann zahlen sich Lean-Six-Sigma-Maßnahmen wirklich aus?

Die Investition in Sigma-basierte Software zahlt sich erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße aus. Verfügt ihr Unternehmen über mehrere Abteilungen, ist es üblicherweise mit einem übergreifenden Management ausgestattet. Bezieht sich die Notationsebene auf die Darstellung der Prozesse, so wirkt Lean Six Sigma wie ein überdimensionaler Staubsauger, der unnötige Symbolsebenen verschluckt und sie durch effektivere Abzweigungen ersetzt. Setzen sie also nur dann auf das Lean-Konzept, wenn sich erste Fehler in die Prozesskette einschleichen.