Mit dem Hochbeet das eigene Gemüse anbauen

Sie haben wenig Platz auf Ihrem Balkon oder auf Ihrer Terrasse und möchten trotzdem gerne Ihr eigenes Gemüse anbauen? Machen Sie es wie die Anhänger des Urban Gardenings und stellen Sie sich ein Hochbeet auf Terrasse oder Balkon! Viele Großstädter bauen auf Dächern oder brachliegenden Freiflächen ihr eigenes Gemüse an. Da an diesen Orten wenig brauchbare Erde für den Gemüseanbau vorhanden ist, ist das Hochbeet wieder ganz groß in Mode gekommen und auch immer häufiger auf Balkonen und Terrassen zu sehen. Die Hochbeet Modelle, die auf Balkonen und Terrassen zu Einsatz kommen, sind kleinere Varianten des „klassischen“ Hochbeets. Ein klassisches Hochbeet ist meist 100cm bis 130 cm breit. Bei dieser Breite kann man das Beet in der Regel bequem bearbeiten.

Klassische Hochbeet sind oft rund 2 m lang. Aber die exakte Länge ist natürlich davon abhängig, wie viel Platz im Garten vorhanden ist. Bei der Arbeitshöhe gibt es keinen Unterschied zwischen dem klassischen Hochbeet und dem, das auf dem Balkon aufgestellt werden kann. Sie liegt im Schnitt bei 80 bis 90 cm. Bei dieser Arbeitshöhe kann jeder Gartenfreund bequem arbeiten, ohne vom Bücken einen schmerzenden Rücken zu bekommen. Ein ganz wichtiger Unterschied zwischen den beiden Hochbeetformen liegt in der Konstruktion. Hochbeete für den Garten haben keinen Boden, Hochbeete für den Balkon selbstverständlich schon. Gartenhochbeete haben keinen Boden, damit die Erde im Hochbeet Kontakt mit dem Gartenboden hat. Denn Regenwürmer und andere nützliche Kleinstlebewesen können nur auf diesem Weg in das Hochbeet gelangen. Sie sind sehr wichtig für die Bodenverbesserung. Hier erhaten Sie mehr Informationen.

Andere Tiere wie Maulwürfe, Wühlmäuse und Schnecken sieht der Gärtner hingegen nicht  so gern in seinem Beet. Auch hier punktet das Hochbeet. Damit keine unerwünschten Besucher wie Maulwürfe und Wühlmäuse in das Beet und an seinen leckeren Inhalt gelangen, wird schon beim Aufbau am Boden ein engmaschiger Kaninchendraht ausgelegt. Schnecken wird das Leben schwer gemacht, weil sie schon an den Wänden des Hochbeets bequem abgesammelt werden können. Der wichtigste Vorteil eines Hochbeetes im Garten ist aber die sinnvolle Verwendung von vielen Gartenabfällen, die im Hochbeet nach einem bestimmten Schema aufeinander geschichtet werden. Durch die entstehende Verrottung funktioniert das Hochbeet wie ein Komposthaufen und versorgt die Pflanzen mit Wärme von unten. Das sorgt für deutlich schnelleren Wuchs als im normalen Gartenbeet.

Die richtige Befüllung des Hochbeets

In das Hochbeet kommen in der Regel 6 unterschiedliche Schichten.

  • Unterste Schicht (1):
    • Dicke Äste, Laub, Zweige
  • Nächste Schicht (2):
    • Dünne Äste, grober Kompost wie Rasenschnitt
  • Nächste Schicht (3):
    • Fertiger Kompost
  • Nächste Schicht (4):
    • Grober Kompost. Gut ist auch verrotteter Stallmist verwendbar, aber auch nicht einfach zu beschaffen.
  • Nächste Schicht (5):
    • Fertiger Kompost oder grober Kompost gemischt mit Gartenerde.
  • Oberste Schicht (6):
    • Gartenerde

Den Wärmeffekt des verrottenden Materials im Hochbeet werden Sie mit einem Hochbeet auf Balkon oder Terrasse nicht haben. Aber auch mit einem kleinen Hochbeet auf Balkon oder Terrasse profitieren Sie von der rückenschonenden Arbeitshöhe. Im Handel finden Sie unzählige Modelle in verschiedenen Ausführungen und Größen. Während als Material zum Bau von Hochbeeten früher meist nur Holz eingesetzt worden ist, gibt es jetzt auch Hochbeete aus Kunststoffen oder Metall.

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