Vorsicht beim Kauf eines Ethanol-Kamins

Wie schön wäre es doch einen kleinen Ethanol-Kamin im Wohnzimmer zu haben. Man besäße eine Wärmequelle zusätzlich und kann kalte Winterabende vor einem flackernden Feuer verbringen. Auch die Bedienbarkeit ist viel leichter, als bei einem normalen Kamin mit Schornstein. Einfach das flüssige Ethanol in die dafür vorgesehene Schale geben, anzünden und schon brennt das Feuer und das Zimmer wird wohlig warm. So oder so ähnlich stehen die Meisten zu der Anschaffung eines Ethanol-Kamins, doch leider sieht die Realität ganz anders und vor allem viel gefährlicher aus.

Schlechte Luft im Raum

Da steht er nun, der wunderschöne Ethanol-Kamin aus Metall und Glas. Er sieht edel aus und nimmt wenig Platz weg, genauso soll es auch sein. Nun sitzt man schon seit einiger Zeit neben dem flackernden Feuerchen und merkt plötzlich, dass man immer müder und müder wird. Das liegt nicht daran, dass Sie vielleicht zu wenig geschlafen haben, sondern daran, dass Ethanol beim Verbrennen Wasser und Kohlenstoffdioxid erzeugt. Die einzige Methode, um nicht neben dem schönen Feuer einzuschlafen, wäre also, das Fester immer geöffnet zu haben. Damit stellt sich allerdings ein weiteres Problem in den Raum.

Wo ist die Wärme?

Sitzt man dann gemütlich um den Ethanol-Kamin herum, merkt man plötzlich nichts von der erwarteten Wärme. Es wird von Zeit zu Zeit eher kälter im Raum, da die Fenster, wegen der Sauerstoffzufuhr, geöffnet sein müssen. Bei normalen Kaminen fällt dieses Problem weg, da das Feuer durch den Schornstein mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird und zusätzlich meistens auch noch eine Glastür den Kamin verschließt. So bleibt der Sauerstoffgehalt im Raum gleich und der Kamin kann heizen.

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Holzscheite wie diese benötigt ein Ethanol-Kamin nicht 

Aus ist nicht gleich aus

Der Ethanol-Kamin hat einen weiteren Nachteil. Möchte man nach einiger Zeit dann das Feuer löschen, stellt sich einem die Frage: „Wie?“. Ethanol brennt aus, das heißt, ist kein Brennstoff mehr vorhanden geht die Flamme aus. Was macht man allerdings, wenn noch Brennstoff vorhanden ist? Unbeaufsichtigt, sollte man einen Ethanol-Kamin nie lassen. Viel zu gefährlich wäre es, wenn der Brennstoff auslaufen würde oder etwas Ähnliches geschieht. Es bleibt einem also nur übrig zu warten, bis die Flammen von alleine ausgehen. Spezielle Hersteller haben da allerdings schon vorausgedacht. Sie haben in einige Ethanol-Kamine Klappen eingebaut, mit denen man dem Feuer die Sauerstoffzufuhr nehmen kann und es somit erstickt.

Info ist das A und O

Wer sich also einen Ethanol-Kamin anschaffen möchte, muss sich im Vorfeld informieren welche Sicherheitsstandarts es gibt und welcher Kamin am geeignetsten wäre. Einfach „Kamin Berlin“ googeln und sich ein Grundwissen anlesen, mit dem es einem bestimmt viel leichter fällt eine gute und vor allem sichere Wahl zu treffen.

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